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Was können wir in die Ökumene als gelebte Gemeinschaft der Kirchen einbringen?

Unser Ziel ist die sichtbare Einheit aller christlichen Kirchen. Das ökumenische Engagement gehörte von Anfang an zu den unverzichtbaren Merkmalen unserer Kirche. Wir zählen zu den Mitbegründern des ökumenischen Rates der Kirchen. Die Unionsverhandlungen mit der orthodoxen Kirche sind abgeschlossen, ruhen aber zurzeit. Mit den evangelischen Kirchen in Österreich wurde in der Mitte der 80er Jahre eine Vereinbarung zur gegenseitigen Einladung zum Abendmahl getroffen. Mit der philippinischen, Rom-unabhängigen Kirche stehen wir in voller Kirchengemeinschaft. Zurzeit findet ein internationaler Dialog mit der römisch-katholischen Kirche statt.

Die Utrechter Union unterhält eine volle Kirchengemeinschaft zur Anglikanischen Kirche. Mehrere alt-katholische Kirchen laden auch Christen anderer Konfessionen zum Abendmahl ein. In Deutschland besteht seit 1985 mit den evangelischen Kirchen der EKD eine gegenseitige Einladung zum Abendmahl.
Der theologische Dialog mit den orthodoxen Kirchen, der 1987 zu seinem Abschluss kam, zeigte weitgehende Übereinstimmung in dogmatischen Fragen. Zu einem Abkommen über Kirchengemeinschaft ist es jedoch wegen der Frage der Frauenordination durch die Alt-Katholische Kirche nicht gekommen.

Wir arbeiten in allen ökumenischen Gremien auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene mit. Wir bemühen uns auch, im Rahmen unserer Möglichkeiten mit einzelnen Gemeinden verschiedener Kirchen Basisökumene zu betreiben.

Da die Forderungen der so genannten „Kirchenvolksbegehren“ in unserer Kirche verwirklicht sind, sind wir für unsere Herkunftskirche sicherlich so etwas wie ein „Pilotprojekt“ für zukünftige Veränderungen. Dass ein Teil unserer Mitglieder mit Verletzungen und Enttäuschungen aus der röm.-kath. Kirche zu uns gekommen ist, schafft immer eine gewisse Spannung zur Herkunftskirche, von der sich diese Menschen abgrenzen möchten.

Was können wir von anderen Kirchen lernen?

Der Austausch auf theologischer Ebene, die Rezeption ökumenischer Dokumente und das gemeinsame Gestalten von ökumenischen Liturgien prägt auch unser kirchliches Leben. Unser Gottesdienst wurde besonders durch die Gesänge aus Taizé bereichert, auch Elemente und Gesänge aus der orthodoxen Liturgie haben das Gesicht unserer Gottesdienste verändert. Die Liebe zur Heiligen Schrift und die Auseinandersetzung mit ihr haben wir von der evangelischen Kirche gerne angenommen. Natürlich sind unsere Spiritualität und unser Gottesdienst von unserer röm.-kath. Herkunftskirche am stärksten beeinflusst.

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